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Die schwarz-gelbe Bundesregierung hält an ihren Atomplänen fest. Sie will die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern – und den Bundestag möglicherweise noch im September darüber entscheiden lassen.
Es sind nicht wenige Menschen in Deutschland, die Nein sagen zu Atomenergie. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.
Die Bundesregierung wird versuchen, die Laufzeitverlängerung zu beschließen, und im November werden auch wieder die Castor-Transporte nach Gorleben rollen. Damit wird nicht nur das Risiko der strahlenden Zukunft erhalten, sondern gleichzeitig wird auch der Umstieg und Ausbau der erneuerbaren Energien spürbar abgebremst. Die Profiteure der unverantwortlichen Politik sind die Großen Energiemonopolisten.
Deutlich gemacht hat das auch der gerade erst veröffentliche Appell der großen Energieunternehmen, deren einzige Triebkraft das Gewinnstreben ist und die mit Gefälligkeitsgutachten und öffentlich gekaufte Stellungnahmen versuchen die öffentliche Meinung pro Kernkraft zu beeinflussen.
Auch in Sachsen ist Atomkraft ein Thema:
Auch Sachsen überweist seit 1995 jährlich 90.000 Euro für die Atommüll-Zwischenlagerung nach Ahaus. Dazu kamen im Jahr 2005 noch 834.000 Euro für die Transporttechnik des Castors und 469.000 Euro für den Einsatz von mehr als 6.500 Polizisten zur Sicherung der Atomtransporte. Weil auch im sächsischen Rossendorf immer noch Plutonium lagert, sind die Risiken auch hier nicht beseitigt und am Standort kann bisher kein Cent eingespart werden.
Auch für die Stadtwerke Leipzig stellt die Verlängerung der Laufzeiten mehr als ein Ärgernis da, behindert es doch die Unternehmensstrategie, die auf die erneuerbaren Energien ausgerichtet i
Am 18. September wollen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin auf die Straße gehen und das Regierungsviertel umzingeln! Damit läuten wir einen heißen Herbst ein, der im November in den vielfältigen Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben gipfelt. Kommt am 18. September nach Berlin und demonstriert für den Ausstieg! Atomkraftwerke jetzt abschalten - Gorleben stoppen!
Bereits am 04.09. rufen wir in Leipzig zu einer Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof auf und wollen zeigen, dass wir auch in Leipzig das Thema ernst nehmen und nicht ruhen werden, bis das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist.
Leipzig, 04.09.: 11 – 13 Uhr Nikolaikirchhof; Motto: Tanzen für den Ausstieg
Berlin: 18.09. Großdemonstration gegen Atomkraft, von Leipzig aus: Treffpunkt 9:30 Ostseite Bahnhof; Bus und Wochenendtickets stehen zum Teil zur Verfügung
Unterstützer: BUND Leipzig; Klima-Allianz Leipzig; ATTAC; Jusos, Grüne Jugend, BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN Leipzig; SPD Leipzig; Die Linke, Linxxnet
Ab Montag, 30.8.2010 wird die Ausstellung Kinderleicht. Minderjährige Mütter in Sachsen in den Räumen des Deutschen Kinderschutzbundes in der Leipziger Tarostraße 17/19 gezeigt.
Die beiden Fotografinnen Annett Körner und Ellen Thümmler haben in Sachsen lebende Teenagermütter in ihrem Wohnumfeld besucht und begleitet. Die jungen Frauen leben mit ihren Kindern entweder noch zu Hause bei ihren eigenen Müttern, in Mutter-Kind-Wohngemeinschaften oder in ihren eigenen Wohnungen.
Im Durchschnitt haben acht von 1000 Babys Mütter, die bei der Geburt noch nicht 18 Jahre alt waren. In Sachsen sind es deutlich mehr: 10 von 1000 Babys werden von Teenagern geboren. Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung machen darauf aufmerksam, dass viele dieser Mädchen bewusst das Risiko eingehen, schwanger zu werden. Sie wollen ihrem Leben einen Sinn geben, sehnen sich nach emotionaler Nähe und Geborgenheit.
Viele minderjährige Mütter haben kaum Chancen, jemals ihren Traumberuf auszuüben. Sie haben gebrochene Schulbiografien oder den Abschluss von Haupt- bzw. Lernförderschulen. Sie erfahren täglich, dass ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt gegen Null gehen.
Warum sollen sie dann verhüten? Was vermeiden? Warum dann nicht eine Familie gründen? Geliebt werden? Wichtig sein für das Kind? Es vielleicht besser zu machen als die eigene Mutter? Ist das nicht nachvollziehbar?
Es ist nachvollziehbar. Und es ist ein Problem. Diese jungen Mütter brauchen Unterstützung, weil sie sonst Gefahr laufen, auch bei diesem Traum an der Realität zu scheitern. Ihre Kinder brauchen starke Mütter, Mütter, die über sich selbst hinaus wachsen. Damit dies gelingen kann, brauchen Mütter und Kinder professionelle Unterstützung.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN engagiert sich im Landtag für die Schaffung von einem Netz professioneller Hilfsangebote in Sachsen. Frühprävention braucht nicht in erster Linie neue Strukturen, sondern ausreichende Ausstattung mit Personal in den vorhandenen Angeboten und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Frauenärztinnen und Frauenärzte, Beratungsstellen, Stiftungen und Mutter-Kind-Heime. Die Finanzlücken durch persönliches Engagement ausgleichen, kann nicht der richtige Weg sein. Auf Dauer führt das zur Überforderung derer, die Unterstützen und Helfen wollen.
Die Ausstellung wird bis zum 19. Oktober 2010 gezeigt und kann Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr (außer Dienstag) besichtigt werden.
http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=7643&showNews=783342
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mich im Europäischen Parlament dafür eingesetzt habe, dass das Engagement der Freiwilligen in Europa zum Thema eines Europäischen Aktionsjahres wird. 2011 findet es nun statt: das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011.
Nun liegt der Entwurf des N
ationale Aktionsprogramms im Entwurf vor. Es basiert auf einer aktuellen Situationsbeschreibung des Bereiches Bürgerschaftliches Engagement. Die Bundesregierung wird zu 4-5 Fachkonferenzen in ganz Deutschland einladen. Dafür werden jetzt Partner gesucht - Bewerbungen von geeigneten Trägern sind erwünscht (z.B. Freiwilligen-Agenturen). Anbei die
Bewerbungsformulare und die Vorlage für den
Finanzplan) der Projektträger.
Das nationale Programm wird der EU-Kommission zum 15. September 2010 zur Billigung vorgelegt, danach ist der Fahrplan für 2011 abgesteckt.
Ich möchte alle Interessierten herzlich einladen, diesem Jahr schon jetzt die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen.
Ihre Gisela Kallenbach