
Am 28. April 2010 finden bundesweit Aktionen zum „Tag gegen Lärm“ statt. Mein Regionalbüro lädt gemeinsam mit der GRÜNEN LIGA e.V. und dem Leipziger Ökolöwen für diesen Tag zu einem Lärmspaziergang in der Leipziger Innenstadt ein. Eingeladen sind Akteure aus Vereinen, Verbänden und Initiativen, aber auch Umweltbehörden und Unternehmen der Immobilienwirtschaft, die sich in die Thematik einarbeiten und ihre Kenntnisse als Multiplikatoren weitergeben wollen. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Der Lärmspaziergang bietet eine praktische Einführung in das Thema Umgebungslärm. Man lernt Lärmkarten lesen und Schallpegel messen, aber auch bauliche Maßnahmen im Straßenraum zu erleben und zu bewerten. Den Lärmspaziergang führt der Akustiker Marc Wiemers, Leiter der Bundeskontaktstelle „Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Umgebungslärmrichtlinie“ der Grünen Liga e.V.
In Deutschland sind nach Berechnungen des Umweltbundesamtes rund 13 Millionen Menschen durch Straßenverkehr mit Geräuschpegeln belastet, die lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen verursachen. Seit 2002 ist die EU-Umgebungslärmrichtlinie in Kraft, die eine Mitwirkung der Bevölkerung vorsieht. Für eine effektive öffentliche Bürgerbeteiligung aber sind Grundkenntnisse zur Umgebungslärmrichtlinie, Lärmkartierung und Aktionsplanung nötig.
Wenn Sie in Ihrer Stadt ebenfalls Aktionen zum Thema Umgebungslärm planen, würden wir uns über Nachricht freuen. Gern unterstützen wir Sie nach Kräften.
Die sächsische Landesregierung hat es eilig: Kurz vor den Weihnachtstagen hat sie den "Gesetzentwurf zur Vereinfachung des Umweltrechts" veröffentlicht. Immerhin bis 15.1. haben die Vereine und Verbände nun Zeit, sich zu äußern. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Dabei geht es nicht um "Peanuts", sondern Kernbereiche des Umweltschutzes wie Baumschutz und Hochwasserschutz.
Ich bin gegen den Gesetzentwurf der Staatsregierung und werde in der Sitzung des Umweltausschusses des Landtags am 8. Januar 2010 eine öffentliche Sachverständigenanhörung beantragen, um eine Verabschiedung des Gesetzes im Januar oder März Plenum zu verhindern. Nur so bleibt ausreichend Zeit, die Öffentlichkeit für die Gesetzesänderung zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
Die anerkannten Umwelt- und Naturschutzverbände in Sachsen haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Beschränkungen des Baumschutzes ausgesprochen. Die GRÜNE LIGA ruft zur Unterzeichnung einer Petition für den Baumschutz unter www.baumschutz-petition.de auf. Unterschriften gegen das „Baum-ab-Gesetz“ können Sie aber auch weiterhin unter www.baumschutz-sachsen.de leisten. Doch Petitionen und Unterschriften allein genügen noch nicht, das Gesetz zu verhindern. Wichtig ist nun unser gemeinsames Handeln bis zum 15. Januar 2010 und darüber hinaus.
Ziel des Gesetzentwurfes ist es, die Gesetzgebung zum Baumschutz zu "vereinfachen". Bäume auf Wohngrundstücken und in Kleingärten sollen demnach künftig keinen "staatlichen Schutz" mehr genießen. Vielmehr sollen die Bürger eigenverantwortlich entscheiden, ob sie Bäume erhalten oder fällen.
Warum sind wir Grünen so vehement für den Baumschutz? Weil Bäume große ökologische Leistungen für das Stadtklima erbringen, sie schaffen Kühle und Feuchte, lockern den Boden und halten das Wasser, sie reinigen die Luft, binden CO2 und geben uns die Luft zum Atmen.
Gemeinsam mit den Umweltverbänden wollen wir 10.000 Unterschriften gegen die Gesetzesinitiative von CDU und FDP sammeln und dem Sächsischen Landtag übergeben. Machen Sie mit!!!